BRIEFE

 

 



Rodin August die kambodschanische Tänzerin
1906
 

 

 

DER LETZTE BRIEF
    BERÜHMTER MENSCHEN

Der letzte Brief: der königliche aller Briefe. Sein Aroma ist köstlich.
Was sonst in armseliger Verteilung aus Briefen blüht: Genialität des  Denkens, Glaubens Liebens– im letzten Brief wird er zu einer  Synthese.
Sein  Pathos ist unerhört- aber sein Ethos wächst darüber hinaus.
Beide –Pathos und Ethos –werden aufgenommen in die hohe Stimme einer nie zu entwirrenden Mystik.  
Es ist das Schicksal der letzten Takte der neunten Symphonie, die eingehen in die Seligkeit eines metaphysischen Soprans. ....

Ilse  Linden/  Der letzte Brief Eine Sammlung letzter Briefe
Herausgegeben von Ilse Linden /Erschienen bei Oesterheld & Co Verlag
Berlin 1919

 

                           

 

 

 

CASPAR DAVID FRIEDRICH

 1774 - 1840

C. D. FRIEDRICH an Johann Christian Dahl

Teplitz Juni 1836

Herrn Professor Dahl /an der Elbe N 33 in Dresden


Der Überbringer Herr Faust Mahler ist mir von Herrn Groll empfohlen und bitte um eine kleine Gabe

C. D. Friedrich

[Notiz Dahls ]
 Erhalten Dresden d. 13 Juny 1836.
Aus Teplitz von Professor: Landschaftsmaler C. D. Friedrich JDahl

Groll – gemeint ist der Landschaftsmaler Carl Robert Croll
Dahl Johann Christian 1788 -1857 Maler
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II

C. D. FRIEDRICH an den Sekretär des preußischen Hofkontors Herrn SCHILLER, in St. Petersburg

 



Dresden, den 16. August 1836

Ev. Wohlgeboren!

Indem ich mich beeile, Ihnen den Empfangsschein zu übersenden, welche die 282 Taler 7 Goschen 6 Schilling auf Anweisung von Petersburg betrifft, bedaure ich zu gleicher Zeit, daß ich selbst das Versehen beging, von den zwei verschiedenen Summen ….. ich mich, wie Sie sich selbst überzeugen werden, mit der unrechten Summa bei Ew. Wohlgeboren gemeldet habe.

In der Hoffnung, daß den Nachrichten zufolge Herr Staatsrat Shukowski selbst den Irrtum einsehen und das ganze in Richtigkeit stellen wird, verbleibe ich mit ausgezeichneter Hochachtung
Ew. Wohlgeboren ganz ergebenster


C. D. Friedrich, Professor

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Aktennotitz des Staatssekretärs Schiller von 6. 10. 1836


Ihrer Bestimmung gemäß , habe ich dem Professor Friedrich seine Nachforderung mit 147 Talern nach Dresden gesendet und wird nun hoffentlich diese Sache beendet sein.
 

 

 

 

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